Sicher denken viele von uns in der heutigen Zeit über die Ursache der Kriege nach. So auch ich.
Kriege werden in der Regel von Staaten geführt, die sich eine Armee aufgebaut haben. Die Armee sorgt für den Erhalt der Macht der Staatsführung nach innen und außen.

Raub, die Aneignung fremden Eigentums ist das Ziel vieler Kriege – und Mord ist das Ergebnis. Raub war auch die Ursache des Faschismus. Gleich 1933 wurden die Naturfreundehäuser, die Häuser von KPD, SPD und den Gewerkschaften und später dann das Eigentum der jüdischen Bevölkerung geraubt, noch später das Eigentum der „eroberten“ Länder.
Raub, die Aneignung fremden Eigentums, ist das Ziel vieler Kriege – und Mord ist das Ergebnis. Raub war auch die Ursache des Faschismus. Gleich 1933 wurden die Naturfreundehäuser, die Häuser von KPD, SPD und den Gewerkschaften und später dann das Eigentum der jüdischen Bevölkerung geraubt, noch später das Eigentum der „eroberten“ Länder.

Raub und Mord sind auch die Grundlagen des Imperialismus. Wir sehen das aktuell an der widerrechtlichen Aneignung palästinensischen Eigentums durch die israelischen Siedler oder die Ausbeutung der Erdölquellen Venezuelas durch die US-Regierung.
Die Vernichtung von Kultur, Tradition und Lebensweise der Ureinwohner ist die Folge der Aneignung oder Privatisierung – oder des Raubes, wie immer man es bezeichnen mag – des Landes der ursprünglich dort lebenden Einwohner und Einwohnerinnen. Durch Mord und Totschlag wird der Privatbesitz der Eroberer durchgesetzt und Gesetze geschaffen, die diesen Privatbesitz sichern sollen.
Eine Ideenwelt des Rechthabens ermöglicht es, zu rauben und zu morden. Entweder, weil „wir“ besser sind (Rassismus) oder weil „wir“ recht haben (Ideologie) oder weil „wir“ uns das Recht angeeignet haben (Diktatur). Eine Sonderform des Raubes und des Mords ist die Gesetzlosigkeit, wie sie zum Beispiel in der Besiedlung des Gebiets der heutigen USA herrschte. Hier haben sich die Siedler einfach genommen, was sie haben wollten und haben die bisherigen Einwohner ermordet oder vertrieben.

Raub und Mord können wir jetzt jeden Tag live verfolgen. Da wird die Bevölkerung von Gaza vor unseren Augen vertrieben und ermordet. Und ich habe den Verdacht, dass das viel mit den vor ihrer Küste liegenden riesigen Erdgasvorkommen zu tun hat, die ihnen gehören. Oder da soll ein ganzes Land, nämlich Iran, ausgelöscht werden. Und das alles scheint ohne viel Aufsehen möglich zu sein.
Völkermord oder der Epstein-Skandal sind nur die Spitzen eines Eisbergs, doch sie zeigen uns deutlich, wohin ungezügelte Macht in Verbindung mit Rücksichtslosigkeit und Mordlust führen. Durch das Anwachsen von Macht wird die Gesetzlosigkeit immer weiter vorangetrieben.
Wie konnte es so weit kommen?

Hintergrund ist die seit dem Zusammenbruch des Sozialismus möglich gewordene kapitalistische Globalisierung, die mit einem extremen Neoliberalismus verbunden wurde: die Wirtschaft regelt sich von ganz alleine, wir brauchen dort keinen Staat mehr, alles wird gut. Diese Ideologie führte uns zu einem zügellosen Egoismus und dem Glauben, dass sich die Wirtschaft am besten mit möglichst wenig Regeln entwickelt.
So wurden viele Institutionen und Regelwerke, die für den Schutz der Bevölkerung seit Jahrzehnten aufgebaut worden waren, zurückgefahren, und der Verfall unserer bisherigen Werte und Regeln ist die Begleiterscheinung und scheint nun unaufhaltsam zu sein.
Konzerne und Monopole konnten sich immer ungehinderter bilden, obwohl es doch gerade die Erkenntnis des Zweiten Weltkriegs war, diese unter allen Umständen zu kontrollieren und nicht wieder anwachsen zu lassen. Doch nun agieren sie weltweit, bilden sogar Kartelle, praktizieren geheime Preisabsprachen und erzielen immer größere Gewinne auf Kosten der Steuerzahler. Sie sind schon jetzt unkontrollierbar und sind untrennbar verquickt mit der globalen Finanzoligarchie, die durch die Praxis von Zins und Zinseszins immer mehr Vermögen und Macht anhäuft.
Zudem hat „Der Westen“ in den letzten Jahrzehnten die von den Bürgerinnen und Bürgern erwirtschafteten Steuermittel dazu benutzt, in der EU und den Nationalstaaten unglaublich mächtige und mittlerweile unkontrollierbare Bürokratien aufzubauen, die den Menschen in Europa inzwischen mehr schaden als nutzen. Sie sind zu Unterdrückungsinstrumenten geworden, die die Lobbyinteressen durchsetzen. Ihr militärischer Arm ist die NATO. Beide, EU und NATO, haben ihren Sitz in Brüssel, der Stadt, in der Ursula von der Leyen aufgewachsen ist.

Die globalen Konzerne nutzen seit Jahrzehnten alle Organisationen, um dort ihre Interessen durch platzierte und von ihnen geheim oder offen bezahlte Lobbyisten vertreten zu lassen. Dies geschieht in Vereinen, der Wissenschaft, im Staat, in der EU (sehr praktisch, weil zentral), der NATO, der UNO, der WHO und so weiter und so weiter.
Dazu kommen Hunderttausende von bezahlten Journalistinnen und Journalisten sowie Öffentlichkeitsarbeits-Spezialisten, die deren Ideologie und ihre Botschaften auf der ganzen Welt verbreiten. So wurden Presseorgane wie auch Staatsorgane und Organisationen zunehmend zu Werkzeugen ihrer Interessen. All dies geschieht natürlich vor allem deshalb, um die Bevölkerung mit der entsprechenden Meinung zu versorgen.
Ein wichtiges Mittel, um die Bevölkerung bei der Stange zu halten, ist es, sie zu spalten. Die neueste Mode ist nun die Idee, Mann und Frau gegeneinander aufzubringen und die Idee der Familie anzugreifen. Sexualität ist dabei ein wichtiges Thema. Auch bringt man die Stadtbevölkerung gegen die Landbevölkerung auf oder eine Religion gegen die andere. Ganz hilfreich war die Corona-Zeit. Die Spaltungen von damals wirken bis heute.
Ein wichtiges Mittel für den Machterhalt von Eliten ist es auch, die Geschichte vergessen zu machen. Nur geschichtslose Menschen wiederholen dieselben Fehler. Lernt man von der Geschichte, lernt man, kritisch zu sein. Lebt man aber nur in den Tag hinein, können Ideologien, Gefühlswallungen und Propaganda viel leichter in die Menschen eindringen und sie mitnehmen. Man kann sie dann ständig beschäftigen und ihnen die Möglichkeit nehmen, durch historischen Abstand nachzudenken.
Was kann die Bevölkerung tun, um sich zu schützen?
Wichtig ist es, die Verbrechen und Gesetzesbrüche, die durch Gesetzlosigkeit und Machtwillkür entstanden sind, anzusprechen, über sie zu reden. Sie dürfen nicht in Vergessenheit geraten.
Es gibt so viele nachgewiesene Lügen, mit denen unsere heutige Politik uns in den letzten Jahren betrogen hat. Es sind keine Konsequenzen gezogen worden. Niemand ist zurückgetreten. Gerade deshalb ist es nötig, über diesen Machtmissbrauch zu sprechen.
Auch müssen wir uns zusammenschließen und soziale Gemeinschaften stärken. Es gibt immer mehr Menschen, die ohne die Hilfe anderer ihre Würde verlieren. Wir dürfen sie nicht alleine lassen.
Und dann ist es wichtig, zu trauern. Über all die Opfer, die durch Mord und Totschlag in den vergangenen Jahrhunderten ums Leben kamen. Es ist auch wichtig, über die Gemütsverfassung derer zu trauern, die uns in dieses Leid gestürzt haben und sie mit diesem Leid zu konfrontieren.
Bis heute haben die Regierungen der USA sich zum Beispiel nicht bei den Ureinwohnern ihres Landes entschuldigt. Die Regierungen der USA haben bisher ALLE geschlossene Verträge mit den Ureinwohnern wieder gebrochen, wie es mir Tom Blue Wolf immer wieder versichert hat.
So ist auch das ist ein wichtiger Ansatzpunkt: Die Erkenntnis der eigenen Willkür und die Entschuldigung für gemachtes Unrecht ist eine der Grundlagen für den Frieden.

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