Bodenständigkeit bewahrt

Anke Hammer lebt Mode. Die Unternehmerin trifft mit ihren Kreationen den Zeitgeist, weil sie voller Ideen steckt und sehr viel über die Menschen weiß. In meiner bei salve.tv ausgestrahlten Sendung „Zum Glück..! gibt es die Mode“ berichtet die studierte Textilingenieurin über ihr aufregendes Leben und darüber, wie sie es geschafft hat, bis heute in diesem hart umkämpften Markt eine bedeutende Rolle zu spielen.

Im salve.tv-Talk erzählte die Bad Sulzaer Unternehmerin Anke Hammer über ihre Entwicklung und ihre schönsten Erlebnisse. Sie berichtete außerdem über ihre Ansichten zur Rolle der Schönheit in der Gesellschaft.
Foto: Screenshot salve.tv

Wenn es um das Thema Mode geht, kommt man im Weimarer Land an Anke Hammer nicht vorbei. Sie ist geradezu beseelt von Stoffen und Farben und hat bereits vor der Wende als Modegestalterin in Apolda gearbeitet. Vor 33 Jahren wagte die studierte Textilingeneurin mit 29 Jahren den Schritt in die für sie bis dahin unbekannte Marktwirtschaft. Es war eine aufregende Zeit, die Branche und das ganze Land befanden sich im Umbruch, und es offenbarten sich nahezu unbegrenzte Möglichkeiten, Farben und Materialien betreffend. Nachdem sie zunächst Lohnarbeiten lieferte, brachte sie dann den Mut auf, mit einem Label unter ihrem eigenen Namen zu starten.

Anke Hammer, die schon als Kind damit beschäftigt war, aus Stoffresten Kleider für ihre Puppen zu fertigen, nutzte die Chance, ihre kreative Ader in die Modewelt einzubringen. Das bereitete ihr Freude, bedeutete für die Unternehmerin aber auch immer harte Arbeit in einer schnelllebigen und hartumkämpften, vom extremen Kostendruck geplagten Branche. Den Fachhandel, den sie einst bediente, gibt es so inzwischen nicht mehr, deshalb vertreibt sie ihre Kollektionen heute im Werksverkauf, im Internet und direkt für kleine Ateliers in München, Berlin, Hamburg.

Motto treu geblieben

Bei aller Experimentierfreude und der branchenbedingten Jagd nach stetigen Trends hat sich die Geschäftsfrau ihre Bodenständigkeit absolut bewahrt: Ihr Motto ist stets geblieben: Kreatives in Strick – aber immer tragbare Sachen. Die Frau soll sich mit ihrer Mode komfortabel umhüllt fühlen. „Ich finde es immer besser, seine eigene Individualität zu bewahren. Das bedeutet auch, nicht jede Mode mitzumachen“, stellt sie fest.

Was sie immer wieder herausfordert, um erfolgreich im Geschäft zu bleiben: Trends erkennen und dementsprechend ihre Kreativität einbringen, um den Zeitgeist zu treffen. Eine wie sie, weiß damit sehr viel über die Menschen. Sie habe gute Instinkte und beobachte gut und gerne, sagt sie über sich.

In unserem Gespräch erzählt Anke Hammer, die sich bisher vor allem der Frauenmode widmete, nicht nur über ihre Entwicklung und ihre schönsten Erlebnisse, sondern auch über ihre Ansichten zur Rolle der Schönheit in der Gesellschaft.

Anke Hammer steht für Heimatverbundenheit. Sie fühlt sich der 400-jährigen Tradition der Apoldaer Textilindustrie tief verbunden. „Die Textilindustrie ist im Weimarer Land nicht nur ein Wirtschaftszweig, sondern ein Stück Kultur“, betont sie im salve.tv-Talk. Es sei wichtig und auch beispielgebend, dass sich Macher und Verantwortliche in der Region weiter zusammenschließen. Nur so bestehe die Chance, dass von dieser Tradition etwas erhalten bleiben kann.

Der Beitrag mit Anke Hammer ist jederzeit unter nachfolgendem Link in der salve.tv-Mediathek abrufbar:

https://www.salve.tv/tv/Salve/22865