Zum bedingungslosen Grundeinkommen

Die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens gewinnt immer mehr Zuspruch. Ich verstehe dies, da die Menschen sich um die Zukunft sorgen: immer weniger Arbeit für die Menschen wegen des Einsatzes von immer mehr Maschinen und immer mehr Arbeit für immer weniger Menschen durch die angestrebten möglichst hohen Gewinne.

Was wir in dieser Situation brauchen, sind zunächst einmal mehrheitsfähige gesellschaftliche Ziele, die realistisch sind. Die große Mehrheit unserer Bürger wünscht sich eine soziale und gesundheitspolitische Absicherung für alle Bürger und ein gutes Bildungssystem. Wir wünschen uns auch, dass jede/r ein Recht auf Arbeit hat. Wie erreichen wir dies?

Eine bedingungslose Absicherung der Kinder und Jugendlichen sowie der Menschen, die nicht mehr arbeiten können, ist anzustreben. Eine einfache Lösung besteht in der Einführung einer kostendeckenden Mindestrente und der kostenlosen Ausbildung für alle.

Nun stellt sich die Frage, wie die Menschen, die arbeiten können, also die Mehrheit der Bundesbürger, ihren optimalen Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung unseres Landes erbringen können. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass der durchschnittliche Mensch gute Leistung erbringen möchte und dabei einen Sinn in seiner Tätigkeit sehen muss, um nachhaltig erfolgreich zu sein. Dabei ist der übergroßen Mehrheit der Menschen Einfühlungsvermögen und Mitgefühl gegeben, was bewirkt, dass ein soziales Miteinander, eine gegenseitige Unterstützung als sehr viel angenehmer und glücksbringender erlebt wird als ein konkurrierendes Gegeneinander.

Diese Vision der Sozialen Marktwirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten überlebt. Ich bin dafür, an ihr wieder anzuknüpfen. Ich plädiere also dafür, dass wir solidarisch und leistungsorientiert arbeiten. Hohe Qualität und Erfolge müssen sich lohnen. Der Markt, Angebot und Nachfrage, sollten weiterhin wichtige Orientierungen geben und nicht ausgeschaltet werden. Deshalb sehe ich in dem bedingungslosen Grundeinkommen keine Lösung. Die Produktion von Gütern und Dienstleistungen würde nicht mehr an das Einkommen gekoppelt sein und die Volkswirtschaft sich abwärts entwickeln.

Wir müssen jedoch das System Hartz IV verlassen, denn es macht krank und muss durch menschenwürdige, transparente und unbürokratische Regelungen ersetzt werden. Hierzu bedarf es einer gesellschaftlichen Diskussion, zu der ich beitragen werde.

Ihre

Marion Schneider

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